Nach wie vor der beliebteste Sichtschutz im Garten

Hecken

Die Hecke ist eine alte "Erfindung", welche schon seit vielen Jahrhunderten in unseren Gärten gepflegt wird. Ursprünglich als Grenzmarkierung gedacht, werden heute aus vielen anderen Gründen Hecken gepflanzt. Hier einige Beispiele:  

  • Gestaltungselement

  • Grenzmarkierung

  • Klimaverbesserer

  • Lärmschutz

  • lebender Gartenzaun

  • Lebensraum für Vögel, Insekten, usw.

  • Sichtschutz

  • Staubschutz

  • Wegmarkierung

  • Windschutz

     

Um allen diesen Anforderungen gerecht zu werden, muss eine Heckenpflanze eine Fülle von positiven Eigenschaften besitzen. Zwar werden nicht bei jeder Hecke alle obigen Aufgaben verlangt. Z.B. bei einer Beeteinfassung in einem Bauerngarten steht sicher nur die Aufgabe als Gestaltungselement und ev. als Wegmarkierung im Vordergrund. Darum ist es wichtig, dass vor der Wahl der Heckenpflanze die Vorstellungen klar definiert werden, die diese Hecke erfüllen sollte. Die Wahl der Pflanzen richtet sich einerseits nach der gewünschten Höhe der Hecke, anderseits danach, ob eine sommer- oder eine immergrüne Hecke gewünscht wird.  Mindestens so wichtig ist, dass die Standortverhältnisse abgeklärt werden. Folgende Punkte können als Gedankenstütze dienen:

  • Verwendungszweck

  • Lichtverhältnisse (sonnig, halbschattig, schattig, Morgensonne im Winter)

  • Bodenverhältnisse (sandig, lehmig, feucht, Humustiefe, usw.)

  • Lage (Höhenlage, Bisenlage)

  • Höhe (gewünschte Höhe der Hecke)

  • Schnitt (geschnitten oder freier Wuchs)


Apropos Schnitt. Bei streng im Schnitt gehaltenen Hecken wie z. B. Buchs (Buxus) oder der Eibe (Taxus) erfolgt der Hauptschnitt im Juli-August, ein eventuelles Nachschneiden kann im Winter geschehen oder ganz einfach nach Bedarf. Ein mehrmaliger Schnitt pro Jahr, d.h. 2-3 mal, ist grundsätzlich nicht negativ für die Pflanze. Aus der Sicht des Vogelschutzes ist ein Schnittzeitpunkt von Herbst bis Frühjahr besser als im Sommer.

Der Pflanzabstand richtet sich nach der gewählten Pflanzenart, der Ausgangshöhe, der Stärke und der Geduld des Gartenbesitzers. Letzterer Punkt definiert den Anspruch, wie schnell die frisch gepflanzten Gehölze als perfekte Hecke erscheinen müssen.